Einladung zur Buchvorstellung

am Donnerstag, 10.Jan.2019, um 19:00 Uhr

19 Originalholzdrucke von Emanuel Ecklmit Gedichten

Vorwort von Prof. Dr. Hans-Peter Söder – Junior Year in Munich – Wayne State University.

Buchformat: 29,7 x 21 cm
Text gedruckt vom Bleisatz auf Original Heidelberger Cylinder

Auflage: 80 nummerierte, vom Künstler handsignierte Exemplare

ISBN 978-3-923635-75-3
Preis: € 400.-

Christoph Dürr Verlag – München 2018

mit Unterstützung der „Freunde der Buchdruck-Werkstatt e.V.“ und der Wayne State University, Detroit.

Einführende Worte zu dem Werk und der Bedeutung des klassischen Buchdrucks im digitalen Zeitalter von Prof. Dr. Hans-Peter Söder.

außerdem zeigen wir Öldrucke und Siebdrucke von Max Ackermanns owie Arbeiten u.a. von Joseph Beuys aus der Sammlung Günter Stöberlein.

Aus dem Inventar: Die Linotype 22 S

Nach und nach füllen wir die Seiten dieser Homepage mit dem Inventar der Buchdruck-Werkstatt.

Heute die Setzmaschine Linotype 22 S:

Die Linotype Setzmaschine wurde von Otto Mergenthaler 1886 entwickelt und stellt in der historischen Entwicklung der Satzverfahren ein Bindeglied zwischen Handsatz und Desktop-Publishing dar.

Über eine Tastatur tippt der Setzer den zu setzenden Text, wodurch aus einem Magazin eine metallene Gußform (Matrize) für jeden Buchstaben fällt. Die einzelnen Matrizen werden dann solange aufgereiht bis sie annähernd die Breite des Satzspiegels erreicht haben. In der Breite veränderbare Spatienkeile werden dann für die Wortzwischenräume verwendet und verteilen alle Wörter auf die Zeilenbreite.

Die fertig zusammengestellte Zeile wird sodann mit flüssigem Metall ausgegossen. Diese Einheit aus erhabenen Buchstaben wird auch „Line of Types“ bezeichnet und muss bei einzelnen Setzfehlern komplett neu gegossen und ersetzt werden. Die mit der Linotype erstellten Zeilenblöcke werden anschließend per Hand seitenweise zu Druckstöcken angeordnet.

Nachdem die Zeilen gegossen wurden gelangen die verwendeten Matrizen und Spatienkeile, über einen kodierten Zahnstangen-Mechanismus, zurück in ihr jeweiliges Matrizenmagazin und können somit wiederverwendet werden.

Für ein hochauflösendes Bild und weitere Bilder, besuchen Sie bitte die Unterseite Linotype 22 S im Menü.

Gautschbrief aus dem Jahre 1927

Hier ein handgezeichneter bzw geschriebener Gautschbrief aus dem Jahre 1927, ausgestellt von der Buchdruckerei M. Ernst in München.

Das Gautschen ist ein Buchdruckerbrauch, bei dem der Lehrling nach bestandener Abschlussprüfung in einer Bütte untergetaucht wurde. Dies war somit die Taufe zu einem Jünger Guttenbergs.

Urpsrünglich bezeichnet der Begriff „Gautschen“ den ersten Entwässerungsschritt nach dem Schöpfen des Papiers. Den Gautschbrief erhält der Gäutschling nach dem Gautschfest, auf das er seine Betriebskollegen nach dem Gautschen einzuladen hatte.